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2025 – Trauer, Freude und alles, was mein Herz bewegte

  • Autorenbild: reina's Blog
    reina's Blog
  • 18. Feb.
  • 5 Min. Lesezeit

Ihr habt lange nichts mehr von mir gelesen. Ich habe gesammelt, gefühlt, geschwiegen. Jetzt ist der Moment gekommen, euch wieder mitzunehmen und meine Worte mit euch zu teilen.


2025 war ein Jahr voller Intensität

Das Jahr 2025 war geprägt von vielen Emotionen: Trauer, Freude, Tränen, neuen Herausforderungen. Es war intensiv. Und ja, es war anstrengend.


Bei einem Brunch mit Freunden sagte eine von ihnen zu mir, dass sie schon lange nichts mehr von mir gelesen habe. Genau deshalb habe ich beschlossen, euch wieder etwas mitzuteilen: einen kurzen Rückblick und einen Einblick in meinen aktuellen Stand.


Der Beginn – Liebe und Hoffnung

Das Jahr begann mit einer neuen Liebe. Der Liebe meines Lebens. Mir war von Anfang an bewusst, dass es nicht einfach werden würde, da er noch einige Baustellen mitbrachte. Trotzdem fühlte es sich richtig an.


Im März durfte ich zwei wundervolle Wochen mit meinen Eltern in Thailand verbringen. Diese Ferien waren Balsam für die Seele. So schön sogar, dass wir beschlossen haben, im März 2027 erneut dorthin zu reisen, dieses Mal für drei Wochen.


Der Kampf beginnt

Im April begann dann ein Abschnitt, von dem ich damals noch nicht wusste, wie viel Kraft er mich kosten würde: der Kampf mit Behörden. Zuerst die Meldungen an die KESB, dann die Aufnahme der Stieftochter meines Partners bei mir. Es folgten unzählige Gespräche, Diskussionen mit der Gemeinde, Briefe, Abklärungen und nervenaufreibende Situationen.

Im Oktober kam der Schock: die Entführung der Kinder meines Partners. Ein Moment, der alles veränderte. Die Anzeige läuft bis heute. Im Dezember kehrte die Noch-Ehefrau meines Partners für eine Woche ohne die Kinder in die Schweiz zurück. Danach reiste sie wieder aus, ohne Konsequenzen. Für mich bis heute kaum nachvollziehbar. Sie stellte Anträge beim Gericht, um weiterhin in Tunesien bleiben zu dürfen, und beantragte bei der Gemeinde Alimentenbevorschussung. Wieder mussten wir intervenieren, schreiben, Druck ausüben. Immer neue Versuche, immer neue Ideen. Währenddessen inszeniert sie sich auf Social Media als vorbildliche Mutter ohne an die Kinder oder meinen Partner zu denken.


Und nun, ganz aktuell, habe ich erneut eine schockierende Nachricht erhalten: Die Mutter ist wieder in der Schweiz, selbstverständlich ohne die Kinder. Obwohl sie bereits von der Polizei gesucht wurde und angab, sich nur vorübergehend im Ausland aufzuhalten, ist sie inzwischen seit über dreieinhalb Monaten weg. Meiner Auffassung nach handelt es sich ohne Einwilligung des anderen Elternteil klar um eine Kindesentführung. Dennoch werden Behörden oft erst nach drei Monaten Auslandaufenthalt wirklich aktiv. Da nun keine Rückkehr der Kinder geplant ist und diese Frist überschritten wurde, kommt wieder Bewegung in die Sache. Wir haben selbstverständlich sofort gemeldet, dass sie sich wieder in der Schweiz befindet. Jetzt heisst es erneut: abwarten. Der Zwischenbericht der Beiständin fällt für die Mutter nicht positiv aus. Es wird empfohlen, dass die Kinder im Falle einer Rückführung zunächst in einer Pflegefamilie untergebracht werden. Ich frage mich, ob ihr bewusst ist, was sie angerichtet hat und ob sie, sobald sie diesen Bericht gelesen und verstanden hat, vielleicht doch früher wieder nach Tunesien reisen wird.


Diese Zeit war emotional extrem belastend. Sie hat mich an meine Grenzen gebracht.


Lichtblicke im Chaos

Doch 2025 bestand nicht nur aus Kampf. Zwischen all dem gab es aber auch Lichtblicke. Wir erlebten viele schöne Momente: Ferien in Mallorca am Ballermann, Openairs, diverse Feste und gemeinsame neue Erlebnisse. Diese Augenblicke gaben mir immer wieder Kraft zum Weitermachen. Am meisten Kraft gab mir die bedingungslose Liebe meines Partners. Wir haben ein anstrengendes Jahr voller Gefühlschaos, Höhen und Tiefen hinter uns. Doch was mich niemals zweifeln liess, war seine Liebe. Durch diese intensive Zeit durfte ich viele wunderbare neue Menschen kennenlernen. Gleichzeitig musste ich akzeptieren, dass einige Freundschaften zerbrochen sind. Das schmerzt, aber ich möchte nur noch ehrliche, echte Beziehungen, auch wenn man nicht immer derselben Meinung ist.


Engagement und neue Wege

All diese Erlebnisse haben mir eines klar gemacht: Ich will etwas verändern. Ich habe einen starken Gerechtigkeitssinn, woher er genau kommt, weiss ich nicht. Aber er treibt mich an. Vielleicht war genau das der Grund, weshalb ich mich politisch engagiert habe. Im Dezember wurde ich ins Präsidium der Ortspartei Aarburg gewählt. Ein Schritt, der sich richtig anfühlt. An dieser Stelle ist mir wichtig zu sagen: Ich bin weder rassistisch noch habe ich grundsätzlich ein Problem mit Ausländern. Wer mich kennt, weiss das. Mir geht es um mein Zuhause, um unsere Strukturen, um Gerechtigkeit. Dass ich offen und direkt meine Meinung vertrete, hat leider auch Freundschaften gekostet. Das tut weh, doch ich stehe zu meinen Werten. Zudem bin ich einem Verein beigetreten, der Menschen mit KESB-Fällen unterstützt. Parallel dazu habe ich eine Person begleitet, die nach einer Trennung von der Gemeinde kaum Hilfe erhielt. Erst als ich Druck machte, kam Bewegung in die Sache.


Durch all diese Erfahrungen habe ich begonnen, unser Rechtssystem kritisch zu hinterfragen. Für mich fühlt es sich oft so an, als würde es vor allem dann funktionieren, wenn man im System „reibungslos“ läuft, arbeitet, Steuern zahlt und keine komplexen Situationen mitbringt. Sobald familiäre Konflikte, internationale Aspekte oder emotionale Ausnahmesituationen dazukommen, wirkt vieles träge, kompliziert und schwer nachvollziehbar. Auch das Thema Gleichberechtigung beschäftigt mich zunehmend. Ich bin absolut für Gleichberechtigung , aber echte Gleichberechtigung bedeutet Verantwortung auf beiden Seiten. Sie darf kein Instrument sein, das nur dann eingefordert wird, wenn es einem selbst Vorteile bringt. Natürlich gibt es Väter, die sich nach einer Trennung nicht an Abmachungen halten. Das will und darf man nicht verschweigen. Aber es gibt eben auch Fälle, in denen Mütter ihre Position ausnutzen oder Entscheidungen treffen, die nicht im Sinne der Kinder sind. Darüber wird gesellschaftlich deutlich weniger gesprochen. Wir müssen den Mut haben, auch unbequeme Themen anzusprechen: Nicht jede Mutter handelt automatisch im besten Interesse ihres Kindes, genauso wenig wie jeder Vater automatisch im Unrecht ist. Elternschaft ist keine Frage des Geschlechts, sondern der Verantwortung. Mir geht es nicht um Schuldzuweisungen. Mir geht es um Fairness. Um Gerechtigkeit. Und darum, dass wir als Gesellschaft offener darüber sprechen, wo Systeme Schwächen haben, unabhängig davon, ob es um Mütter oder Väter geht. Nur wenn wir differenziert hinschauen, kann sich wirklich etwas verändern.


Persönliches Wachstum

Inmitten all dessen durfte ich eine unglaublich tolle Frau kennenlernen. Von Anfang an hat es gepasst, und gemeinsam werden wir sogar einen Podcast bei einem Radiosender aufnehmen. Wir werden es zumindest versuchen😉. Ich durfte auch auf Menschen zählen, die mir immer wieder zugehört und mich getragen haben. Besonders drei Frauen, die von Anfang an an meiner Seite standen, möchte ich von Herzen danken. Dieses Jahr war emotional kräftezehrend. Ich bin aktuell bei einer Psychologin, da mein ADHS stärker präsent ist, als mir lieb ist. Ich arbeite aktiv daran, meine Herausforderungen anzugehen und meine Schwächen in Stärken zu verwandeln.


Auch mein Hund war noch ein Sorgenkind. Am Hals wurde etwas entdeckt, das zum Glück nicht bösartig war und erfolgreich operiert werden konnte. Mein Hund ist für mich eine der grössten Stützen.


Ich bin zwar noch kein Anwalt, doch ich habe viel gelernt und gelernt, meine Schwächen in Stärken zu verwandeln. Falls jemand Unterstützung braucht, meldet euch gerne bei mir. 😉


Blick nach vorne

Trotz allem blicke ich mit positiver Energie auf 2026. Ein Sprachaufenthalt steht bevor, es gibt Feste zu feiern, Sommerferien auf Mallorca und vor allem jeden Tag die Dankbarkeit, wenn es ein guter Tag war.


Dieser Rückblick ist kein Abschluss. Er ist ein Schritt nach vorne.

 
 

Ich freue mich über dein Feedback, bin gespannt auf deine Meinung und unterstütze dich gerne in einer Situation, die dich in deinem Leben begleitet.

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